Protest-Fahrradrundfahrt am Sonntag, 16. August 2020, 11:00 Uhr

Inzwischen hat die Bezirksregierung Münster die Einleitung des Plangenehmigungsverfahrens zum Ausbau der nutzbaren Landebahn um 300 m eröffnet. Gleichzeitig hat der Billig-Flieger Wizz Air sein Flugangebot um die sogenannten „Warmwasserziele“ wie zum Beispiel zu den Inseln Korfu, Rhodos, Santorini, Fuerteventura oder zu den italienischen Städten Bari, Catania und Neapel ausgebaut. Wenn erstmal die Landebahn über die volle 2.000 m genutzt werden kann und Wizz Air die neuen Airbusse A321-LR und -XLR ab Dortmund einsetzt, dann können ab Dortmund künftig auch Interkontinentalflüge zum Beispiel nach Kenia, Florida oder New Delhi aufgenommen werden.
Hiergegen wollen wir in Form einer Fahrradrundfahrt am Sonntag, 16. August 2020 von 11:00 bis 13:00 Uhr protestieren. Start- und Endpunkt ist der Aplerbecker Marktplatz.
Wer dann noch Lust und Kraft hat, kann sich gerne der Aktion „Nein zum Flughafen“ von Bündnis 90 / Die Grünen ab 13:00 Uhr anschließen. Treffpunkt: Chaussee, Bereich Tower.
Rundfahrt Fahrraddemo

Bedingt durch die Veröffentlichungen zum Klimawandel ist die Diskussion entbrannt, ob der Verzicht auf Plastikartikel - allem voran Plastiktüten -  als Beitrag zur Rettung des Klimas nicht lächerlich wenig ist gegenüber dem Verhalten z.B. bei Urlaubsreisen. Die Reisebranche boomt: Nicht nur die Zahl der Kreuzfahrtschiffe und damit der Passagiere erreicht astronomische Höhen – die Flughäfen und Fluggesellschaften melden immer neue Rekordzahlen.

Es wird allerhöchste Zeit, die Folgen des Flugverkehrs stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.

Der Artikel unter dem nachstehenden Link bietet weitreichende Informationen:

Artikel auf Utopia.de

In der Jahre andauernden Diskussion zur Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) haben Flughafen GmbH, die Stadt Dortmund sowie die Dortmunder Ratsmehrheit auf die Eingruppierung als landesbedeutsam gepocht und damit eine Gleichstellung mit den internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn gefordert.

Die Halbjahresstatistik 2017 über die Passagierzahlen der 22 deutschen Verkehrsflughäfen der ADV (Arbeitskreis Deutscher Verkehrsflughäfen) weist für die NRW-Flughäfen

Düsseldorf        rd.            11.780.000

Köln/Bonn        rd.              5.622.000

Dortmund         rd.                 930.000

Gesamt-NRW:  rd.           19.850.000

Passagiere aus und relativiert die Bedeutung des hiesigen Flughafens – auch wenn er nochmals als die Nr. 3 in NRW seinen Platz behaupten konnte. Er wurde zwar im Juni vom Flughafen Weeze/Niederrhein zahlenmäßig überholt, konnte sich aber in der Halbjahresbilanz noch behaupten.

Weit abgeschlagen folgen die Flughäfen Münster/Osnabrück und Paderborn.

Für den Flughafen an der Chaussee ergibt sich für das erste Halbjahr 2017 ein Marktanteil von

                                                                             nur   4,69 %

am gesamten Passagieraufkommen in NRW.

Gegenüber dem Vorjahr mit 4,72 % Marktanteil ist sogar eine leicht rückläufige Tendenz auszumachen.

Selbst in der Hauptreisezeit / Große Ferien NRW können sich die Bürgerinnen und Bürger in den Flugsektoren über fluglärmfreie Zeiten von täglich bis zu 2 oder 4 Stunden freuen. Diese Situation deutet für das zweite Halbjahr 2017 auf keine Ergebnisverbesserung hin.

Das der EU gegenüber genannte Ziel von 2,28 Millionen Passagieren für 2017 dürfte mit Sicherheit verfehlt werden.

Die Grünen in Dortmund reagieren auf die neuen Negativmeldungen des Dortmunder Flughafens:

Ingrid Reuter und Ulrich Langhorst, Fraktionssprecher*innen der GRÜNEN:

„Nach der Niederlage des Flughafens vor dem Oberverwaltungsgericht Münster hinsichtlich der Betriebszeitenverlängerung und der Einstufung im Landesentwicklungsplan als nur „regionalbedeutsam“ sind die weiter sinkenden Passagierzahlen der nächste Tiefschlag. Alles zusammen macht deutlich, dass die Bedeutung des Flughafens weit weniger groß ist als von den Befürwortern immer ins Feld geführt wird."

Was wir immer sagen... unermüdlich...

Die vollständige PM gibts hier:

http://www.gruene-do.de/meldung_ansicht+M573e0b63fec.html

 

Auf diesem Bild kann man sehen, wie nah der Flughafen in der (Wohn-)Bebauung liegt. Expansionspläne mit längerer Landebahn, größeren Flugzeugen und generell mehr Verkehr verbieten sich da von selbst....

Copyright (c) 2016, SGF

Flughafen dümpelt im Sommerloch

 

Die Verkehrszahlen des ADV (Arbeitskreis Deutscher Verkehrsflughäfen) sind veröffentlicht.

Sie geben ein Spiegelbild der täglich feststellbaren  Realität.  Selbst in der Hochsaison der Flughäfen herrscht am Dortmunder Airport täglich zwischen 2 und 3 Std. beschauliche Ruhe: keine Starts, keine Landungen.

Das ist positiv für die Fluglärmbetroffenen!

Man darf gespannt sein, ob das Wunschziel von 259.000 Passagieren in den Sommerferien erreicht wird. Nach den Vormonaten war auch der Juni mit minus 4,3 % bei den Linien- und Pauschalreisenden  mit nur 172.493 Passagieren (Flugbewegungen = minus 3,8 %) ein weiterer ökonomischer Tiefschlag.

 Entsprechend sieht auch die Halbjahresstatistik Januar – Juni mit nur 897.654 Passagieren im Linienverkehr = minus 2,6 % gegenüber dem Vorjahr aus.

 Aktuell liefert sich der Flughafen mit seinem Konkurrenten Weeze am Niederrhein nahezu ein Kopf-an-Kopf-Rennen in ihrer Bedeutungslosigkeit gegenüber den Groß-Flughäfen NRWs, die Passagier-Zuwächse verzeichneten.

 Die Passagier-Vergleichszahlen machen es deutlich:

 Flughafen Düsseldorf:     Juni  2.220.279  = +   3,4%  /  Jan-Juni:  10.507.262  =   +   3,4 %

Flughafen Köln / Bonn:   Juni  1.111.937 = + 12,6 %  /  Jan-Juni:     5.377.876  =  + 19,8 %

 Eine völlig andere Dimension hat der Flugverkehr im 1. Halbjahr  2016 an den Drehkreuzen (HUBs)  in:

Frankfurt/M.  mit 28.613.031 Passagieren ( -  0,8 % gegenüber dem Vorjahr )

München        mit 19.795.252 Passagieren ( +  2,3 %                                       )

Diese Flughäfen liegen  zwar nicht in der Stadt, dennoch überdeckt der dort abgewickelte Verkehr  (im Minutentakt) kilometerweit die Gebiete mit einem Lärmteppich. Ein wahrer Angriff auf die Gesundheit von Millionen von Menschen. 

Der Frankfurter Flughafen stellt in einer aktuellen“ airliners“-Nachricht die Funktionalität seiner Logistikeinrichtungen mit täglich 1.000 Flugbewegungen heraus.

In Dortmund werden vergleichsweise zwischen 36 und 50 Bewegungen registriert.

Es bleibt spannend, wie die Politik nach der Sommerpause mit den weiteren sehr teuren Investitionswünschen und den Dauerdefiziten der Flughafen-Geschäftsleitung umgehen wird.