Fluggesellschaften und Arbeitsplätze


Fluggesellschaften schaffen Arbeitsplätze. -
Zu welchen Konditionen?

Öffentliche Kritiken und Beschwerden von Piloten der Billig-Fluglinie "Ryanair", teils anonymisiert aus Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, sind lange in der Diskussion. Von der Fluggesellschaft, die auch am Dortmunder Flughafen freudig begrüßt wurde, wurden die geschilderten Gründe bestritten.
Aber Ruhe ist nicht eingekehrt: Die Medien haben aktuell nach Beschwerden von Flugbegleitern der irischen Gesellschaft das Thema aufgegriffen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article169975163/Ryanair-soll-seine-Flugbegleiter-illegal-beschaeftigen.html

Die Fluglärmbetroffenen melden sich zu Wort

Die Fluglärmbetroffenen melden sich zu Wort

Die Luftfahrtlobby (ADV) hatte bereits vor der Bundestagswahl ihren umfangreichen Forderungskatalog in Richtung künftiger Bundesregierung öffentlich formuliert. Hier 3 von insgesamt 11 Forderungen:

Abschaffung der Luftverkehrssteuer, mehr Rechts- und Planungssicherheit bei den Betriebszeiten der Flughäfen, Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Die ADV-Handlungsempfehlungen: ADV-Handlungsempfehlungen

Jetzt melden sich die Vertretungen der Fluglärmbetroffenen zu Wort.
Gemeinsam mit der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen" (ADF) hat die "Bundesvereinigung Fluglärm" (BVF) zu Beginn der Koalitionsverhandlungen einen Forderungskatalog an die Unterhändler von CDU/CSU, FDP und B 90/Die Grünen gesandt mit der Bitte, diese Forderungen imKoalitionsvertrag zu verankern.

Hier die Forderungen der BVF.

Und hier finden Sie die Forderungen der ADF.

Die Bedeutung des Flughafens für NRW

In der Jahre andauernden Diskussion zur Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) haben Flughafen GmbH, die Stadt Dortmund sowie die Dortmunder Ratsmehrheit auf die Eingruppierung als landesbedeutsam gepocht und damit eine Gleichstellung mit den internationalen Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn gefordert.

Die Halbjahresstatistik 2017 über die Passagierzahlen der 22 deutschen Verkehrsflughäfen der ADV (Arbeitskreis Deutscher Verkehrsflughäfen) weist für die NRW-Flughäfen

Düsseldorf        rd.            11.780.000

Köln/Bonn        rd.              5.622.000

Dortmund         rd.                 930.000

Gesamt-NRW:  rd.           19.850.000

Passagiere aus und relativiert die Bedeutung des hiesigen Flughafens – auch wenn er nochmals als die Nr. 3 in NRW seinen Platz behaupten konnte. Er wurde zwar im Juni vom Flughafen Weeze/Niederrhein zahlenmäßig überholt, konnte sich aber in der Halbjahresbilanz noch behaupten.

Weit abgeschlagen folgen die Flughäfen Münster/Osnabrück und Paderborn.

Für den Flughafen an der Chaussee ergibt sich für das erste Halbjahr 2017 ein Marktanteil von

                                                                             nur   4,69 %

am gesamten Passagieraufkommen in NRW.

Gegenüber dem Vorjahr mit 4,72 % Marktanteil ist sogar eine leicht rückläufige Tendenz auszumachen.

Selbst in der Hauptreisezeit / Große Ferien NRW können sich die Bürgerinnen und Bürger in den Flugsektoren über fluglärmfreie Zeiten von täglich bis zu 2 oder 4 Stunden freuen. Diese Situation deutet für das zweite Halbjahr 2017 auf keine Ergebnisverbesserung hin.

Das der EU gegenüber genannte Ziel von 2,28 Millionen Passagieren für 2017 dürfte mit Sicherheit verfehlt werden.

Nach der Wahl..

Nach der Bundestagswahl am 24. September

ist das Bild der uns  über 70 Jahre vertrauten  Parteienlandschaft bekanntlich stark verändert. Es war im Vorfeld klar, dass mit der Wahl auch die vielen Themen der bundesweiten Luftverkehrspolitik zur Entscheidung standen. Für die Luftfahrt-Lobby gehört das Jammern über unzureichende Bedingungen in der BRD und die nationalen Benachteiligungen der Luftfahrt gegenüber dem internationalen Wettbewerbern zum regelmäßigen Vokabular. Nicht nur vor Wahlen.

Das jetzige Wahlergebnis mit der Konsequenz einer möglichen Jamaika-Koalition mit B90/Die Grünen ruft die Luftverkehrsverbände spontan auf den Plan: Offensichtlich haben sie bereits Panikattacken.

Lesen Sie bitte selbst:

http://www.airliners.de/das-branche-Politik-bundestagswahl/42415

sowie

http://www.airliners.de/thema/politik

Ulla Wirtz

 

Hochseeflotte für Reisen ab „Dortmund Airport 21“

 

Ist das die Hochseeflotte für Reisen ab „Dortmund Airport 21“?

Per Pressemitteilung teilte die Flughafen Dortmund GmbH am 07. September letzten Jahres mit, es gebe einen Kooperationsvertrag mit RCL Cruises Ltd, unter dessen Dach 3 Kreuzfahrtreedereien Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Azamara Club Cruises gebündelt sind:

„Die beiden Unternehmen schlossen eine Vereinbarung zur Förderung einer zentralen Anbindung in der Ruhrmetropole vom Dortmunder Flughafen zu den Starthäfen zum Beispiel in Barcelona oder Venedig.“

Ziel sei es, künftig Kreuzfahrtreisende attraktive Streckenverbindungen ab Dortmund anzubieten. Der Dortmunder Flughafen verfüge über ein „beträchtliches Passagierpotential von 8 bis 10 Millionen Menschen“, die den Dortmunder Airport in einem Radius von einer Stunde Anfahrtszeit erreichen. Mit Flugverbindungen zu den Mittelmeerstädten der Anlagehäfen großer Kreuzfahrtschiffe der o.g. Reederei würde das Angebot der Sommer-destinationen 2017 um attraktive Ziele ergänzt werden. „Die Zusammenarbeit mit einem der größten Kreuzfahrtanbieter der Welt bestätigt die Relevanz des Dortmund Airport als be-deutender Mobilitätsdienstleister in NRW.“

 10 Monate später, mitten in der Touristik-Hochsaison und in den Großen Ferien NRW, liegt der Mantel des Schweigens über diesen großmundig angekündigten Verbindungen des „bedeutenden Mobilitätsdienstleisters NRW“.