Wer im Glashaus sitzt...

Nur ein Sprichwort?

„Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!“

Selbst die vom Flughafen in Auftrag gegebenen Gutachten sowie die Messergebnisse der flughafeneigenen Anlage belegen, dass die Fluglärmbelastung in Unna(-Massen) höher als in Dortmund ist.

Der Fluglärm wird noch zunehmen, falls die Nachtfluggenehmigung rechtskräftig werden sollte, Touristik-Fluggesellschaften auch den Dortmunder Flughafen als Markt entdecken und die verlängerte Betriebszeit nutzen. Die meisten Landungen erfolgen nämlich über Unna.

Und speziell für Landungen mit größeren Flugzeugen der „wizzAir“ soll die Landebahn wachsen – in Richtung Unna. Wen schert es, wenn sich dann die Überflughöhe um 15 m - in Obermassen von 120 auf 105 m - verringert!

Natürlich ist das (für den Flughafen-Geschäftsführer und andere) kein Problem – denn es wird ja nicht schlimmer, sondern leiser… Wie immer mit der fast 50-jährigen Flughafen-Salamitaktik. Nur, dass die Bürgerinnen und Bürger und die politischen Vertreter/innen dieses anders sehen. Und jeden Ausbauschritt gerichtlich beklagt haben.

So wird es auch dann sein – oder kommt es vorher zu einem Dialog auf Augenhöhe der Stadtspitzen? Denn diese Informationskultur hat Dortmunds Oberbürgermeister

Ulrich Sierau entdeckt, siehe den Bericht vom 14.11.2018 in der Stadtteil-Zeitung Nord über die Waltroper Gewerbe-Pläne in der Nähe des Groppenbruch. (Dort handelt es sich um eine geplante Industrieansiedlung an der Dortmunder Stadtgrenze, gegen die die Dortmunder Nachbarschaft Sturm läuft und sich die Dortmunder Verwaltung und Stadtspitze nicht ausreichend informiert und eingebunden fühlt.)

Herr Sierau hat in einem Brief an seine Waltroper Amtskollegin wie folgt argumentiert (Zitat aus der WAZ):

Eine gute nachbargemeindliche Zusammenarbeit bedeutet aus Sicht der Stadt Dortmund, dass bei geplanten Vorhaben an der Stadtgrenze, wenn sie erwartungsgemäß direkte Auswirkungen auf das Gebiet und die Bevölkerung der Nachbarkommune haben, von Beginn an eine offene Kommunikation erfolgt und in Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune eine für alle tragbare Lösung gesucht wird…“

An einer „tragbaren Lösung“ sind die Unnaer Nachbarn gewiss sehr interessiert!